Drei Mal um die Erde

Im Editorial des Cellagon AbisZett 1/2013 habe ich von Ruedi Zweifel, meinem Schwager und Extremvelofahrer erzählt. Seine Velotour 2012 ging mit – rein distanzmässig gesehen – 91’244 km zweimal rund um die Welt. Doch sie endete nicht, wie berichtet, am 31. Dezember 2012. Ruedi fuhr weiter bis zu seinem 70. Geburtstag im Mai 2013 – und hat in dieser Zeit glatt die dritte Erdumrundung angehängt!

So sind in 505 Tagen – ohne Ruhetag – insgesamt 120’225 km zusammengekommen. Das ist viel. Doch nicht wirklich spürbar. Nun, vielleicht geht diese Berechnung etwas in die Beine: Diese Distanz entspricht nämlich etwa 24’240’000 Pedalumdrehungen … In Worten ausgedrückt: 24 Millionen zweihundertvierzigtausendmal pusht der linke bzw. rechte Fuss die Pedale!

Ja, fit und „zwäg sii“ ist auch in reiferen Jahren möglich. Und wie „be-WEG-lich“ wir sein wollen beginnt im Kopf – so Ruedi Zweifel. Es muss ja nicht gleich drei Mal um die Welt sein …

Forever young: Anti Aging

 

Im November las ich einen Artikel «gegen das Altern», d.h. zum Thema «Anti Aging». Die Autorin fasste das Wesentliche in einem Kästchen zusammen, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

 Besser als Pillen, Äpfel und viel Schlaf

 Nicht alles, was die Anti-Aging-Forschung hervorgebracht hat, ist Unsinn. Wer nicht übermässig isst und Zucker meidet, verhindert oxidativen Stress. Antioxidantien und Hormone können den Verfall tatsächlich messbar bremsen, allerdings nur, wenn sie auf natürlichem Wege daherkommen. So haben Wissenschaftler der Cornell-Universität in Ithaca herausgefunden, dass100 Gramm eines ungeschälten Red-Delicious-Apfels mindestens ebenso gut vor Sauerstoffradikalen schützen wie 1500 Milligramm Vitamin C. In der Schale orteten die Forscher zusätzlich zu reichlich Vitamin C auch Phenole und Flavonoide, Pflanzenstoffe, die vor Krebs schützen. In der Zellkultur konnten sie das Wachstum von Tumorzellen mit dem Apfelextrakt bekämpfen.

 In Boston untersuchten Forscher der Harvard Universität 72000 Frauen und zeigten, dass moderater Sport schnell und ebenso effektiv wie Ausdauersport vor Schlaganfällen schützt. Aber Sport kann noch mehr: Er kurbelt den Stoffwechsel an und treibt die Q-10- und Hormonproduktion in die Höhe. Auch gesunder Schlaf hilft, denn Wachstumshormon und Melatonin werden in der Nacht, vor allem in den Traumphasen, ausgeschüttet. Kurzschläfer bringen sich deshalb um ihr unschädliches körpereigenes Jugenddoping. (JvC)

Quelle: Tages Anzeiger vom 24.11.12, Autorin: Jutta von Campenhausen (JvC)

 

 Ich finde es immer wieder spannend, was die Forschung so entdeckt: Erkenntnisse, die unsere Grosseltern intuitiv längst wussten. Doch nun ist es wissenschaftlich auch belegt. Und welches Fazit ziehe ich für mich aus dieser Studie? So natürlich, so normal, so vollwertig und so beweglich wie möglich durchs Leben zu gehen. Ja, das Altern ist ein natürlicher Vorgang, gegen den – was wir bisher wissen – noch kein Kraut gewachsen ist. Doch wie wir altern, das können wir in die eigenen Hände nehmen. 

Die Natur ist so vielfältig, so komplex und bietet alles, was es an Betriebs-, Brenn- und Schutzstoffen für unser Wohlbefinden braucht. Ebenso vielschichtig ist der Körper, und er funktioniert bei einer ausgewogenen Versorgung, d. h. mit natürlichen Lebensmitteln, in der Regel perfekt.

 Wie immer bestätigen jedoch auch hier Ausnahmen die Regel. Und so können einzelne Gaben an Vitalstoffen sinnvoll sein, wenn sie gezielt eingesetzt werden und die Ursache für deren Notwendigkeit beseitigt wird.