Heidelbeeren: Gut auch gegen Stress

 

Heidelbeeren: Gut auch gegen Stress

Die Heidelbeere ist ein Heidestrauchgewächs und wird auch Blau-, Schwarz- oder Waldbeere genannt. Heidelbeeren gedeihen vor allem auf der nördlichen Halbkugel am besten auf mageren Böden vom Mittelmeer bis zur Arktis. Sie sind frostempfindlich, können jedoch unter einer schützenden Schneedecke wunderbar überwintern und sind deshalb bis in Höhenlagen von 2350 m.ü.M. anzutreffen.

Im Sommer ist diese kleine Beere eine köstliche Leckerei – nicht nur für die Zunge, sondern auch fürs Gemüt, denn sie wirkt gegen Stress. Und das beim Menschen wie beim Tier. Man hat herausgefunden, dass Tiere, die sich gestört fühlen oder in der Brunftzeit mehr Energie benötigen, in solchen Phasen vermehrt Heidelbeeren fressen.

Diese prallen blauen Kerlchen enthalten Vitamin C, Phosphor, Eisen und Kalium und sind besonders reich an Karotenen, die das Immunsystem stärken. Zudem enthalten sie viel Tannin (Gerbstoff), das Entzündungen hemmt und vorbeugt sowie schleimhautbildend wirkt.. Ein weiteres Plus ist ihre antioxidative Wirkung, d.h. sie schützen gegen freie Radikale. Sie gelten auch als pflanzliche Arzneimittel, da ihre Wirkung adstringierend (zusammenziehend) ist, was hilfreich bei Durchfall und Harnwegserkrankungen ist.

Wer seinen Cholesterinspiegel und seine Blutfettwerte senken möchte, tut ebenfalls gut daran, sich den Tag mit Heidelbeeren zu versüssen. Schön, dass hier gesundheitsfördernde Gedanken und Genuss zusammenkommen, denn 100 gr Heidelbeeren haben nur etwa 45 kcal und sind somit eine herrliche Zwischenverpflegung. Verwenden Sie sie immer frisch, sei es in Müeslis oder Joghurts, in Muffins oder Kuchen oder verarbeitet zu Konfitüre oder Saft. Denn nur frisch können sie ihre gesamte Kraft gut entfalten.

Und noch etwas Besonderes: Die grünen Triebe der Heidelbeere sind im Winter für das Wild eine wichtige Futterquelle. Die Früchte hingegen sind für das Auerhuhn und den Fuchs eine Delikatesse, weil diese weniger gut an Baum- oder andere Buschfrüchte gelangen können. Und auch Raupen zahlreicher Falterarten nutzen die Heidelbeere als Futterpflanze.

Darum gilt: Heidelbeeren geniessen und sich etwas Gutes tun. Jetzt ist es die richtige Zeit dafür.